Mit einer unfassbar originellen Idee konnte mich Despektion überzeugen. Frank Lauenroth hat mit Sci-Fy-Elementen einen spannenden Thriller gestrickt, dem ich mich schwer entwinden konnte.
Zum Inhalt von Despektion:
Trevor Man erbt nach dem Tod seiner Mutter 42 Millionen Dollar. Die einzige Bedingung: Er muss Mitglied im Simon-Club werden. Was zunächst einfach scheint, wird für Trevor schnell zur Herausforderung. Dabei steht ihm nicht nur seine Krankheit im Weg, sondern auch seine Vergangenheit wird dem Millionär zum Verhängnis.
Originelle Idee
Frank Lauenroth hat mich mit einem bunten Mix verschiedenster Genres sehr gut unterhalten. Sci-Fy, Thriller, Krimi und ein Hauch Erotik. In Despektion arbeitet er mit zwei Erzählsträngen: Vergangenheit und Gegenwart. In der Vergangenheit begleite ich den 13-Jährigen Trevor, der die McGuiness kennenlernt. Gegenwärtig erlebe ich den frischgebackenen Millionär, der nun endlich seine Asthma-Therapie zahlen kann. Zu Beginn habe ich zwischen den beiden Erzählsträngen noch keinen Zusammenhang gefunden. Diese haben sich aber im Laufe der Geschichte zusammengefügt und sich zu einer Story auf durchgängig spannendem Niveau entwickelt. Die einzelnen Kapitel enden oftmals mit Cliffhängern, die mich immer wieder zum Weiterlesen gezwungen haben.
Das Kinderspiel „Simon befiehlt“ wird dabei zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Im Fokus steht der Simon-Club – ein scheinbar elitärer Club mit einer auf das Gemeinwohl fixierten Mission.
Lauenroth liefert mir alles, was ich von einem guten Thriller erwarte: Spannung, eine originelle Idee, unvorhersehbare Wendungen und eine lebendige Sprache.
Komplexes Personengefüge
Einen klitzekleinen Kritikpunkt finde ich nur in dem doch recht komplexen Personengefüge. Hier habe ich mich vor allem zu Beginn schlecht orientieren können. Zwar konnte mir die Personenübersicht, die ich leider recht spät entdeckt habe, ein bisschen weiterhelfen, dennoch waren mir stückweit zu viele Personen involviert, die die Story nicht vorangebracht haben.
Das Cover finde ich sehr passend zur Story gewählt und auch die Haptik des Buches ist für ein Taschenbuch sehr hochwertig. Insgesamt war Despektion für mich ein sehr spannender Thriller.