Habe ich euch schon mal gesagt, dass ich Geschichten und besonders Krimis liebe, die am Meer spielen. Magnus Holst erstes Buch „Der Tote vom Kniepsand“ trifft also allein mit dem Spielort genau meinen Geschmack. Und auch sonst konnte mich der Kriminalroman überzeugen. Ein ganz individueller Schreibstil, Spannung pur und die Chance, beim Lesen selbst zu ermitteln.
Zum Inhalt von „Der Tote vom Kniepsand“
Auf Amrum wird die Leiche eines bekannten Geschäftsmannes gefunden. Ermittlerin Mila Fochs erhält mit diesem Verbrechen noch eine letzte Chance, um ihre Karriere beim LKA Schleswig-Holstein zu retten. Doch der Fall erweist sich als schwierig: Die Ermittlungen enthüllen ein verworrenes Netz aus persönlichen Beziehungen, geschäftlichen Interessen und Ökoaktivismus. Während sie versucht, den Mord aufzuklären, sitzt ihr nicht nur der Chef im Nacken. Sie droht auch tiefer und tiefer in den Abgründen ihrer Seele und ihren Problemen zu versinken.
Authentische Charaktere
Ich mag Charaktere in Büchern, die Ecken und Kanten haben. Mila Fochs hat sie auf jeden Fall. Manchmal schon fast ein bisschen zu viele. Alkohol ist die Versuchung, der sie nicht widerstehen kann. Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, wie eine Kriminalkommissarin mit derlei Alkoholproblemen noch im aktiven Dienst sein kann. Nicht nur einmal hat sie mit ihrer Sucht die Ermittlungen in Gefahr gebracht. Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit, die sie zum Alkohol geführt haben, erfahre ich während des Lesens. So ganz lassen sich bis zum Schluss die Puzzleteile noch nicht zusammensetzen. Aber umso besser, dass Teil 2 und 3 auch schon geplant sind.
Generell hat Magnus Holst die Charaktere sehr bildhaft und authentisch entworfen – besonders den Bürgermeister konnte ich mir lebhaft vorstellen. Holst hat einen ganz eigenen Schreibstil, der die Figuren sehr plastisch und authentisch skizziert. Mit den Figuren bildet er echte Menschen aus der Gesellschaft ab und keine ausschließlich auf dem Papier existierenden Charaktere. Das macht die Geschichte glaubhaft, greifbar und erlebbar. Auf jeder Seite habe ich mit Mila Fochs gemeinsam ermittelt, mich geärgert und behauptet.
In der Kürze liegt die Würze: 222 Seiten fand ich perfekt für einen Krimi.
Der Tote vom Kniepsand – Fortsetzung folgt…
Mein Fazit: Ein toller Krimi, der mich überzeugt und gepackt hat. Lediglich ein paar Punkte Abzug muss ich für kleine Textfehler im Manuskript geben. Aber das sei einem Erstlingswerk verziehen. Ich freue mich auf die Fortsetzung von „Der Tote vom Kniepsand“ und die weiteren Ermittlungen an der Seite von Mila Fochs. Da bleibe ich auf jeden Fall dran! Und nach Amrum reisen, steht jetzt auf jeden Fall auch auf meiner Liste.
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[Rezensionsexemplar]